# 49 // Vom ersten Geburtstag und dem Arbeitsbeginn

Ende Juli war der große Tag gekommen: der erste Geburtstag der Zwillinge! Ein Jahr soll das ganze nun her sein? Wenn ich vorher daran gedacht hab, war ich sehr emotional. Es kam vieles wieder hoch: die Stunden vorher im Krankenhaus, der Geburtsablauf, das erste Sehen, das erste Kennenlernen, die ersten Momente mit zwei neugeborenen Menschen. Das große Glück, das letztendlich alles Negative aus diesen Tagen verdrängt hat. Letztendlich zumindest. Der erste Geburtstag hatte noch den Vorteil, dass ich ganz offen Kuchen backen konnte und auch die Geschenke nicht groß versteckt werden mussten, weil sie damit eh noch nichts anfangen können. So backte ich einen bunten Zitronenkuchen mit Schokoglasur und dekorierte mit Smarties eine bunte 1 drauf. Als die beiden im Bett waren baute ich die Holzeisenbahn auf dem Boden auf, zusammen mit dem Kuchen und dem Geburtstagsring.

Am nächsten Morgen gingen wir zu viert ins Wohnzimmer, in dem nur die Kerze leuchtete und setzten sie davor und sangen. Und dann kamen mir doch ein paar Tränen und ich konnte kaum fertig singen. Die Holzeisenbahn war ganz schnell auseinander genommen und eigentlich alles noch sehr uninteressant. Vormittags fuhren wir zu den Großeltern, bei denen zwei Tage später die große Feier stattfinden sollte, beeilten uns jedoch, weil wir an einen See wollten. Zum Geburtstag etwas besonderes – der erste Seebesuch! Und sie haben es geliebt! Das Wasser war deutlich kälter als der Pool beim Babyschwimmen, aber rausgehen wollten sie gar nicht!

Nachmittags kamen die Großeltern zu Besuch und es gab Kuchen, bevor ein ereignisreicher Tag zuende ging. Zwei Tage später folgte dann die große Party mit allen Verwandten und Kinderfreunden bei schönstem Wetter im Garten zu Grill und Planschbecken.

Seitdem ist bereits wieder ein Monat vergangen und ich bin wieder arbeiten. Die ersten zwei Schulwochen sind vorüber und ich fühle mich, als wäre ich nie weg gewesen. Es tat gut wieder vor den Klassen zu stehen und weiß, dass es gut ist, wie es ist. Gleichzeitig vermisse ich natürlich auch die intensive Zeit mit meinen Kindern, aber das hat auch was Gutes: mein festes Vorhaben, keine Arbeit mehr mit nach Hause zu nehmen und die komplette Ablenkung durch meine Kinder lässt mich viel entspannter sein, als es noch ohne Kinder war. Bleibt nur abzuwarten, wie lange dieses Gefühl bestehen bleibt.

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