# 45 // Urlaub in Dänemark

Für acht Tage sind wir nach Dänemark gefahren. Es ging nach Søndervig an die Nordseeküste in ein Ferienhaus gemeinsam mit meinen Eltern. Das Haus hatte bereits ein Reisebett und einen Kinderhochstuhl, einen zweiten Stuhl haben wir dazu gemietet und ein Bett mitgenommen. Leider war der Kinderhochstuhl nicht für Babys geeignet, weshalb wir kostenlos einen zweiten abholen konnten. Kinderfreundlichkeit können die Skandinavier eben.

Die Anfahrt war stressig. Beide Kinder waren mit Magen-Darm-Problemen angeschlagen, haben wenig gegessen und Jonas konnte auch nicht schlafen, ohne auf dem Arm zu sein, was im Auto echt lange gedauert hat, bis er im Sitz eingeschlafen ist. Wir machten drei Pausen, bei denen sie sich auf einem Rasen ausstrecken und etwas bewegen durften. Dazu wurde gefüttert und im Auto gewickelt. Für den Urlaub liehen wir uns die V-Klasse der Schwiegereltern aus, sodass beide in der zweiten Sitzreihe (drehbare Sitze) sitzen konnten und ich in der dritten ihnen gegenüber. Im Laufe des Urlaubs erkannte ich jedoch, wie einfach es ist die Kinder in den Autositzen zu füttern. Geht im Notfall eben auch. Kurz vor der Ankunft begann auch ich krank zu werden und somit quälten wir uns wirklich bis ans Ziel. Umso schöner war es, endlich die Meeresluft in der Nase zu haben und Unterstützung meiner Eltern zu haben, da ich mit Fieber auf die Couch sank und fast zeitgleich mit den beiden ins Bett fiel.

Die Kinder im Ferienhaus zum Schlafen zu bekommen gestaltete sich schwieriger als gewohnt. Die neue Umgebung war einfach zu ungewohnt, das Zimmer (ein eigenes für sie, in unser Schlafzimmer hätten sie nicht mit reingepasst) durch ein Handtuch abgedunkelt und die Türen dämpften kaum Geräusche ab. Doch irgendwann ging es.

Jonas schlief gegen 5 Uhr nicht wieder ein und musste mit zu uns ins Bett – eine Herausforderung für uns. Zuhause haben wir ein 1,80m Bett mit zwei getrennten Matratzen. Das ist besonders wichtig, da sie die Grenze aufzeigt, wie weit jeder gehen darf. Wir sind Einzelschläfer, ohne Körperkontakt, viel Freiraum für jeden. Und dank der 1,80m passen auch beide Kinder zwischen uns, sollte es nötig sein (oder ins Beistellbett neben mich). Im Ferienhaus „quetschten“ wir uns auf 1,40m zusammen und als dann das erste Kind zwischen uns kam ging gar nichts mehr. Musste dann auch das zweite dazu war an Schlaf kaum noch zu denken. Die Vorfreude auf das eigene Bett war wirklich riesig ;)

Eine Umstellung war auch ohne Küchenwaage oder Wasserkocher mit 40°C Einstellung zu arbeiten. Das Getreidepulver wurde mit Augenmaß eingefüllt und das Wasser war oft zu kalt, aber es funktionierte schon irgendwie. Urlaub – Abstriche machen und einfach mal entspannter an alles rangehen!

Die Zeit im Ferienhaus war (bis auf die Schlafsituation) wirklich sehr entspannt. Beide saßen mit uns am Tisch, spielten sonst auf dem Boden oder kamen bei gutem Wetter mit raus auf die Terrasse, wo wir eine Decke über die Holzplanken legten. Leider gab es jedoch kaum einen schattigen Fleck, aber auch nicht viele sonnige Tage. Die Terrasse war rundherum durch einen Zaun begrenzt, sodass sie auch nicht wegrobben konnten. Zum Haus gehörte eine Schaukel, für die wir sogar eine Babyschaukel zum Reinsetzen gefunden haben. Steckdosen waren alle ungesichert, jedoch waren selten welche auf Fußbodenhöhe vorhanden oder dann per Kippschalter ein- und auszuschalten.

Unterwegs hatten wir, sogar mit dem Zwillingskinderwagen, selten Einschränkungen. Passten wir durch eine Tür zu einem Geschäft nicht durch, wurde sie selbstverständlich für uns weiter geöffnet oder einer wartete draußen mit den Kindern. Der am nähesten gelegene Supermarkt war auch ohne Probleme zugänglich.

Zum Strand ging es mit den Tragen, da dieser dort nur über Dünen zu erreichen ist. In den Orten gibt es häufiger gepflasterte Übergänge, jedoch nicht im Ferienhausgebiet. Dort angekommen konnten wir die beiden das erste Mal mit Strand und Sand bekannt machen und es war wunderbar!

Das Highlight der Reise war der Ausflug ins Legoland Billund. Empfehlenswert ist es jedoch eher ab 3 Jahren, so richtig spannend wird es vermutlich erst mit 10-12 Jahren, wenn alle Achterbahnen gefahren werden können. So wartete meistens jemand am Kinderwagen, während die anderen die Attraktionen besuchten. Es war ein Spaß! Für ganz kleine Kinder gibt es das Duploland, wo Duplohäuser in groß zum Spielen aufgestellt sind. Mit den beiden Babys konnten wir immerhin vier Attraktionen besuchen: Die Einschienenbahn, die selbstfahrenden Sarafiautos, die Boote und die Eisenbahn. Bei allen Attraktionen fährt man gemütlich rum und kann sich die Landschaften aus Legosteinen angucken, was wirklich sehr sehenswert ist! Zum Abschluss ging es in den großen Legoladen, wo auch einiges an Geld gelassen wurde. Mittlerweile besitzen wir einige Duplo-Sets, die jedoch frühestens ab 1,5 Jahren empfohlen sind. Mama hat aber ihren Spaß ;)

Nach acht Tagen ging es für uns zurück nach Berlin. Die Rückfahrt klappte wesentlich besser als die Hinfahrt! Alle waren gesund, die Kinder schliefen viel mehr als auf der Hinfahrt und somit kamen wir sogar mit nur zwei Stopps durch.

Dänemark mit Kindern – immer wieder!

Der letzte Urlaub außerhalb der Ferienzeiten bis zur Rente. Seufz.

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