# 42 // Kitaplätze usw.

Wir haben sie. Direkt zwei! Für beide Kinder. Erst mal nur Teilzeit und auch erst zwei Wochen, nachdem ich wieder zu arbeiten begonnen habe, aber wir haben sie trotzdem unter diesen Bedingungen angenommen. Auf Vollzeit können wir später noch aufstocken und mein Mann hat ohnehin Semesterferien und macht die Eingewöhnung. Es war für uns zum Glück unkomplizierter als gedacht. Bereits in der Schwangerschaft meldeten wir uns bei zwei Kitas an. Die eine wollte alle zwei Monate eine Mail haben, dass wir noch Interesse haben, die andere angerufen werden. Nach der Geburt folgten zwei weitere Kitas. Unsere jetzige und eine direkt daneben. Unsere wollte gar nichts. Brauchten uns nicht melden, es lief einfach. Die daneben wollte auch immer wieder Anrufe, jedoch haben wir da gar nicht mehr reagiert. Was bei Mehrlingen übrigens das Problem ist: Man hat zwar einen „Anspruch“ auf einen Platz, aber nicht in der gleichen Kita! Und somit sind wir umso glücklicher, dass wir zwei Plätze bekommen haben.

Was sonst noch? Kurz nach meinem letzten Beitrag konnte man beide Kinder besser hinsetzen. Noch nicht ganz frei, aber immer sicherer. Im Hochstuhl klappt es wackelig, aber irgendwie schon. Wir haben aber wieder zurückgebaut, sie sollen es wirklich von alleine schaffen.

Außerdem: Ich habe meinen Geburtsbericht erhalten. Sieben Seiten Dokumentation. Von meiner Ankunft und dem Dauer-CTG vor und nach der Einleitung (ja, ich lag wirklich 3,5 Stunden am CTG!), dem Blasensprung, Wehenbeginn. Die vielen Stunden, die es dauerte, welche Medikamente ich wann bekommen habe, wann ich mich umdrehen wollte. Die meiste Zeit über in einer leserlichen Handschrift, als es dann zu den Geburten ging kaum noch lesbar. Mich interessierte die Dauer der Presswehen, aber das geht nicht wirklich hervor. Letztendlich steht nur das aktive Pressen drin, und das waren immerhin 15 und 30 Minuten. Für mich erstaunlich: die zweite Geburt kam mir da wesentlich kürzer vor. Und dass die erste Geburt mit der Saugglocke trotzdem noch drei Wehen dauerte. Die Tatsache, dass die Öffnung der zweiten Fruchtblase erst 45 Minuten nach der ersten Geburt erfolgte, was mir wesentlich früher vorkam und es erst dann wieder losging.

Ich habe demnächst einen Termin mit meiner Hebamme und wir gehen das gemeinsam durch. Ich hab noch immer großen Bedarf darüber zu reden. Ich könnte ständig drüber schreiben, ich hab immer wieder plötzlich Bilder der Tage vor dem inneren Auge. Und noch immer kann ich meine Emotionen dazu nicht einordnen. Ich tendiere momentan dazu, dass ich Angst habe es zu vergessen und es mir deswegen immer wieder hervorhole. Ich kann von den Ereignissen nicht loslassen, weil sie so entscheidend waren für mein Leben. Und so einmalig. Ich werde es nicht noch einmal erleben. Ich trauer der ganzen schönen Vorbereitungszeit hinterher, der wunderschönen Schwangerschaft. Ich hoffe, dass ich irgendwann nicht mehr ständig an die Geburt zurückdenken muss.

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