# 38 // Das Abendritual

„Kinder brauchen Rituale!“ Weiß man, kennt man. Gerade als Lehrerin ist dies ein Grundsatz, der einem das Leben stark erleichtert. Wenn Kinder wissen was passiert, weil sie es kennen, läuft alles viel einfacher. Bevor die beiden geboren waren fragte ich mich, ob ich es denn auch schaffe feste Rituale in den Tag zu integrieren. Als sie dann geboren waren passierte es von ganz alleine: immer wieder der gleiche Ablauf, wie die beiden ins Bett gebracht wurden. Wickeln, umziehen, Flasche, hinlegen, schlafen. So war das zu Anfang.

Seit einer Woche schlafen beide nun im eigenen Zimmer und der Übergang war doch etwas schwerer. Die Nächte sind kein Problem, jedoch das Einschlafen. Ein fremdes Zimmer (wobei ich schon lange vorher angefangen hab den Lebensmittelpunkt nach dort zu legen), fremde Geräusche, fremdes Licht, keine Eltern bei sich. Der Vorteil an Zwillingen: sie sind trotzdem nicht alleine. Einfach hinlegen und rausgehen war nun erst mal nicht mehr. Wir mussten nun auch die Abendroutine anpassen, da auch mit der Einführung des Abendbreis vor ein paar Wochen und nun auch dem Zähne putzen alles durcheinander kam.

Heute war der erste Abend, an dem ich beide alleine ins Bett bringen musste und ich denke, dass ich nun alles optimiert habe: im Wohnzimmer gibt es den Abendbrei (heute Dinkel mit Apfelmark Aprikose), dann wechseln wir ins Kinderzimmer, wo auf dem Boden das Stillkissen liegt. Dort lege ich beide mit dem Oberkörper rauf und gebe ihnen ihre Flaschen (heute kam ich auf die schlaue Idee die Schnabelbecher von Avent mit Saugern auszustatten). Da Lena immer schneller ist als Jonas konnte ich sie anschließend wickeln, Zähne putzen, umziehen, kurz kuscheln und ins Bett legen, alles bereits mit gedimmtem Licht und der Spieluhr an. Jonas anschließend genauso. Unsere Lichterkette machte ich dann aus (hat einen 30 (?) Minuten Timer), wodurch Lena auch sofort einschlief. Das Nachtlicht hat einen 15 Minuten Timer und das ließ ich an. Gute Nacht gesagt und raus aus dem Zimmer, Babyphone an, ab in die Küche und abwaschen. Jonas meldete sich noch ein paar mal, aber mit wenigen Beruhigungen fand auch er dann schnell in den Schlaf.

 

Es ist eine große Erleichterung, dass das nun mittlerweile recht problemlos und mit wenig Tränen klappt. Es wird!

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