# 37 // Der Tag, an dem die Kinder auszogen

…… zumindest aus dem elterlichen Schlafzimmer. Das Beistellbett wurde schon vor langer Zeit zu klein, also stellten wir ein Kinderbett neben unser Bett. Zunächst schliefen sie dort nebeneinander, da wir das Gefühl hatten. dass sie ihre Nähe doch brauchen. Doch dann wurden sie immer mobiler und begannen auch alles zu greifen, was sie in ihre Hände bekamen. So auch sämtliche Körperteile des Zwillings, vor allem die Ohren. Und das führte nicht selten zu plötzlichen nächtlichen Schreianfällen. Also legten wir sie wieder Fuß an Fuß, doch auch da kamen sie sich nun wieder schnell in die Quere, da sie immer mobiler werden. Sie wurden zu Seitenschläfern, teilweise auch Bauchschläfern, drehten sich um 180 Grad und lagen kreuz und quer im Bett. Schweren Herzens fiel die Entscheidung: Wir brauchen das zweite Bett. Und da es nicht ins Schlafzimmer passt müssen die beiden ausziehen und nachts in ihr Kinderzimmer einziehen. Ich war ziemlich nervös, immerhin schlafen sie ja auch noch nicht durch. Dass sie an anderen Orten nachts schlafen können haben sie bereits bewiesen. Mit zwei Monaten in Österreich klappte es ohne Probleme, mit drei Monaten bei meinen Eltern ebenfalls. Wir legen sie hin und sie schlafen.

Gestern Abend führten wir also unser tägliches Ritual durch. Problem war nur, dass sie kurz vorm Abendbrei eingeschlafen waren. Somit dauerte das Einschlafen länger, was ich aber auf die Ausgeruhtheit und nicht auf das „neue“ Zimmer schob. Aber als sie dann schliefen, schliefen sie auch. Bis zum ersten Hunger. Es klappte jedoch meistens gut, dass wir sie danach wieder hinlegen konnten und sie wieder eingeschlafen sind. Nicht länger als sonst auch.

Jedoch schlief ich wesentlich unruhiger. Ich konnte lange nicht einschlafen, weil ich auf jedes Geräusch gehört habe. Beide Türen waren offen und das Babyphone ebenfalls an, trotzdem hatte ich Angst sie nicht zu hören. Einmal wurde ich auch nur schwer wach, was aber eher daran lag, dass ich das Weinen in den Traum eingebaut hatte.

Für Notfälle oder falls ein Kind absolut nicht schlafen kann haben wir wieder das Beistellbett bei uns dran.

Ich fühle mich noch immer komisch, meine Kinder mit bereits fast 6 Monaten im eigenen Zimmer schlafen zu lassen, jedoch war es nun nicht mehr anders möglich. Und der Vorteil an Zwillingen ist nun mal: sie schlafen ja nicht alleine in dem Zimmer.

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