# 44 // Zwillinge tragen

Heute kam mein Paket mit den neuen Tragemöglichkeiten an, sodass ich beide Kinder tragen kann. Bestellt habe ich mir eine WrapStar von Kokadi und ein Tragetuch. Beides lässt sich super mit meiner Ruckeli kombinieren. Dafür lege ich mir zuerst die WrapStar ohne Kind um (bereits über den Rücken kreuzen), anschließend die Ruckeli, setze in diese ein Kind rein und bringe es ganz normal auf den Rücken. Danach kann ich in die WrapStar das zweite Kind von oben reingleiten lassen, zuschnüren und fertig! Beim ersten Versuch saß alles noch etwas schief, aber das sollte bald gehen.

Für die Tragetuchvariante kann ich das Rückenkind direkt nach hinten bringen und hänge das Tuch dann durch die Schultergurte in die Trage ein. Dafür habe ich den Beutel vor mir und ziehe beide Enden durch die Schultergurte, setze das Kind rein und wickel das Tuch unter den Beinen zusammen, führe es nach hinten und schließe es. Dies konnte ich jedoch heute noch nicht mit Kindern ausprobieren (mit Tragepuppen hab ich es jedoch schon gemacht) und werde da morgen weiter üben.

Warum habe ich mir beides gekauft? Die Tuchvariante finde ich erst mal praktischer und im Alltag schneller umzusetzen. Hauptsächlich für Situationen, wenn der Wagen geparkt ist und ich mit beiden Kindern tragend weiter muss (Kinderarzt, Physiotherapie, da steht der Wagen vor der Tür und ich müsste zwei mal laufen und sie momentan auch auf den Boden legen, was ich nicht möchte). Die Half-Buckle hingegen werde ich garantiert auch einzeln nutzen, da es ein wunderschönes Tragegefühl ist, keine Schultergurte zu spüren, sondern einfach nur Tuch. Ich freue mich sehr darauf, beide im Alltag zu testen und zu sehen, wie weit ich mit ihnen kommen. Sind immerhin fast 18kg, die ich da mit mir rumtrage!

# 43 // Hallo, liebe Mama-Blase…

… du bist wirklich sehr angenehm und ich genieße dich. Hier in dir, mit meiner kleinen Familie. Es dreht sich alles um die Kinder, man verfolgt jeden kleinen Fortschritt, tauscht sich mit anderen Mamas aus und verfolgt genauso interessiert deren Fortschritte. Interessant sind allgemeine Elternthemen, es dreht sich um Entwicklung, Förderung, die Zukunft der Kinder. Die Kita-Platz Situation und die Fehlplanungen der Schulen mit viel zu großen Schülerzahlen sind die Sorgen, die einen beschäftigen, ganz neben den gesundheitlichen Wehwehchen und den nächsten Schreiattacken des Nachwuchses. Man schwelgt in Erinnerungen der Schwangerschaft, geht immer wieder in seinem kleinen Umfeld an den Orten vorbei, die währenddessen wichtig waren und denkt zurück. Das große Stadtleben ist weit weg, alles was man braucht, hat man vor der Haustür und muss mit den Kindern keinen großen Weg zurücklegen. Volle U-Bahnen? Verspätete Busse? Stau? All das ist in der Mama-Blase unwichtig. Man muss sowieso mehr Zeit einplanen, gelassen sein. Der Weg vom Fahrstuhl zur Bushaltestelle ist eben weiter, als wenn einfach die Treppen nehmen könnte. Der Bus hat bereits einen Rollstuhlfahrer und zwei Kinderwagen drin? Dann muss man eben noch mal 10 Minuten auf den nächsten warten. Man lernt es schnell. Die große Sorge sind defekte Fahrstühle, die einen Umweg erforderlich machen, weil Treppen mit einem Zwillingskinderwagen absolut nicht möglich sind. Ach, wenn man doch nur immer diese Sorgen hätte.

Aber nein, liebe Mama-Blase. So schön ich dich auch finde, es wird langsam Zeit. Das habe ich heute gemerkt. Knapp vier Stunden außer Haus, in der Schule, im Gespräch mit Kollegen. Sich wieder um „alte“ Probleme sorgen, Planungen für das neue Schuljahr treffen, Verabredungen mit Kollegen ausmachen. Den neusten Tratsch erfahren und sich mal wieder auf den aktuellen Stand bringen. Sich ohne Kinderwagen in einen vollen Bus quetschen, genervt sein von den intelligenten Schülern, die es super lustig finden in der Tür zu stehen und immer wieder den Knopf zu drücken, sowie sie zugehen. Mal nicht von jeder Oma mit einem „Ach sind die süß, Zwillinge?!“ begrüßt zu werden. Die Kopfhörer auf den Ohren zu haben, das Buch auszupacken und abzutauchen. Und dann komme ich nach Hause und merke: „Hey, du hast jetzt mal vier Stunden nicht daran gedacht, dass du der ganzen schönen Schwangerschafts- und Babyzeit hinterher trauerst!“ und merke, dass es gut tat. Abgelenkt zu sein, mal wieder über etwas anderes zu reden, als Babys. Mal wieder das „alte Leben“ zu haben.

Liebe Mama-Blase, du bist wirklich nützlich. Du hast mir eine Auszeit vom stressigen Alltag gegeben, tust es immer noch. Und wirst es auch hoffentlich noch tun, wenn ich aus der Schule nach Hause komme und meine Kinder wieder bei mir habe. Aber nein, ich brauche dich nicht rund um die Uhr. Ich brauche auch einen Teil meiner alten Probleme und Sorgen, die mich ablenken. Das ist mir heute bewusst geworden. So traurig ich auch bin, dass ich nur noch vier Monate Elternzeit vor mir habe (aaaah, was???), desto mehr freue ich mich aber auch wieder auf einen geregelten Alltag. Einen neuen Alltag. Der neuen Herausforderung, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen.

# 42 // Kitaplätze usw.

Wir haben sie. Direkt zwei! Für beide Kinder. Erst mal nur Teilzeit und auch erst zwei Wochen, nachdem ich wieder zu arbeiten begonnen habe, aber wir haben sie trotzdem unter diesen Bedingungen angenommen. Auf Vollzeit können wir später noch aufstocken und mein Mann hat ohnehin Semesterferien und macht die Eingewöhnung. Es war für uns zum Glück unkomplizierter als gedacht. Bereits in der Schwangerschaft meldeten wir uns bei zwei Kitas an. Die eine wollte alle zwei Monate eine Mail haben, dass wir noch Interesse haben, die andere angerufen werden. Nach der Geburt folgten zwei weitere Kitas. Unsere jetzige und eine direkt daneben. Unsere wollte gar nichts. Brauchten uns nicht melden, es lief einfach. Die daneben wollte auch immer wieder Anrufe, jedoch haben wir da gar nicht mehr reagiert. Was bei Mehrlingen übrigens das Problem ist: Man hat zwar einen „Anspruch“ auf einen Platz, aber nicht in der gleichen Kita! Und somit sind wir umso glücklicher, dass wir zwei Plätze bekommen haben.

Was sonst noch? Kurz nach meinem letzten Beitrag konnte man beide Kinder besser hinsetzen. Noch nicht ganz frei, aber immer sicherer. Im Hochstuhl klappt es wackelig, aber irgendwie schon. Wir haben aber wieder zurückgebaut, sie sollen es wirklich von alleine schaffen.

Außerdem: Ich habe meinen Geburtsbericht erhalten. Sieben Seiten Dokumentation. Von meiner Ankunft und dem Dauer-CTG vor und nach der Einleitung (ja, ich lag wirklich 3,5 Stunden am CTG!), dem Blasensprung, Wehenbeginn. Die vielen Stunden, die es dauerte, welche Medikamente ich wann bekommen habe, wann ich mich umdrehen wollte. Die meiste Zeit über in einer leserlichen Handschrift, als es dann zu den Geburten ging kaum noch lesbar. Mich interessierte die Dauer der Presswehen, aber das geht nicht wirklich hervor. Letztendlich steht nur das aktive Pressen drin, und das waren immerhin 15 und 30 Minuten. Für mich erstaunlich: die zweite Geburt kam mir da wesentlich kürzer vor. Und dass die erste Geburt mit der Saugglocke trotzdem noch drei Wehen dauerte. Die Tatsache, dass die Öffnung der zweiten Fruchtblase erst 45 Minuten nach der ersten Geburt erfolgte, was mir wesentlich früher vorkam und es erst dann wieder losging.

Ich habe demnächst einen Termin mit meiner Hebamme und wir gehen das gemeinsam durch. Ich hab noch immer großen Bedarf darüber zu reden. Ich könnte ständig drüber schreiben, ich hab immer wieder plötzlich Bilder der Tage vor dem inneren Auge. Und noch immer kann ich meine Emotionen dazu nicht einordnen. Ich tendiere momentan dazu, dass ich Angst habe es zu vergessen und es mir deswegen immer wieder hervorhole. Ich kann von den Ereignissen nicht loslassen, weil sie so entscheidend waren für mein Leben. Und so einmalig. Ich werde es nicht noch einmal erleben. Ich trauer der ganzen schönen Vorbereitungszeit hinterher, der wunderschönen Schwangerschaft. Ich hoffe, dass ich irgendwann nicht mehr ständig an die Geburt zurückdenken muss.

# 41 // Das verzweifelte Warten, dass es weitergeht

Immer wieder erwische ich mich, wie ich neidisch zu anderen gleichtaten/jüngeren Babys gucke, die bereits sitzen können. Dann gucke ich meine Zwillinge an, die absolut keine Anstalten machen, das demnächst können zu wollen. Und seufze ungeduldig. Es würde so viel erleichtern. Das Gemecker im Kinderwagen, weil sie liegend nichts sehen (und nein, ich baue nicht um, bevor sie es nicht selber können. Sehe ich oft genug und frage mich, was das soll, die Kinder hängen total schief, weil sie sich nicht halten können), das Gemecker zuhause, weil im Liegen spielen einfach langweilig wird und sie weiter wollen. Ich könnte länger unterwegs sein, den Brei mitnehmen und unterwegs einfach m Wagen füttern. Becher auf, Löffel raus, los. Momentan müsste ich ein Kind auf den Schoß nehmen, es füttern, dann das andere Kind. Dauert ewig. Hab ich keine Lust drauf. Es schränkt mich also sehr ein. Ihnen einen Snack in die Hand drücken, Fingerfood. Geht im Liegen nicht. Müsste ich anhalten, ein Kind rausnehmen, warten, nächstes Kind. Und das wartende Kind liegt natürlich auch nicht ruhig da, denn liegend im Wagen sieht man ja nichts.

Klar, ich könnte sie einfach aufsetzen und festklemmen. Aber will ich das meinen Kindern antun? Ganz klar: nein. Solange sie es nicht von alleine schaffen und die Muskulatur ausreichend gebildet haben mach ich das nicht. Wenn man sie hinsetzt halten sie sich auch noch gar nicht, das ist eine absolute Wackelpartie.

Und so bleibt es dabei, dass ich andere Babys angucke, sehe, wie sie vor ihren Müttern sitzen und gefüttert werden. Und ich dann wieder meine aus dem Liegen hochhebe und wieder zurück hinlege. Sehe, dass die jetzigen Sitze am Tripp Trapp langsam klein werden und hoffe einfach nur, dass diese Phase bald überstanden ist. Für meine Nerven, für ihre Nerven.

# 40 // Die erste Nacht ohne Kinder

„Sucht euch mal ein Wochenende aus, da nehmen wir die Kinder über Nacht!“, sagten meine Eltern vor einiger Zeit. Hui. Okay. Kann ich das? Können die Kinder das? Dass meine Eltern das schaffen war mir klar. Aber gut. Nun kam es, dass wir einer Freundin einen Gutschein für ein Restaurant geschenkt haben und sie daraufhin meinte, dass wir da zusammen hingehen könnten. Also entstand so langsam ein Plan, dass wir das verbinden können.

Gestern war es dann soweit: Um 11:30 Uhr waren mit mit einem gepackten Koffer (große Tasche…….) bei meinen Eltern. Mittagessen um 12 Uhr gab es bereits selbstgekocht von der Oma und wir blieben noch für eine Stunde dabei. Dann verabschiedeten wir uns (alles ohne Probleme, sie bekommen das noch gar nicht so richtig mit, glaube ich… oder sind einfach super unkompliziert) und fuhren zu unserer Verabredung. Das war schon ein bisschen komisch. So einen Tag für uns hatten wir bereits, aber dieses Mal für richtig lange! Kein ständiges Auf-die-Uhr-gucken-wegen-Mahlzeiten-und-ins-Bett-bringen, kein Druck alles so zu planen, dass sie kurz vorm Schlafen kein Nickerchen machen…. nein. Komplett frei. Wir waren dann um 13 Uhr zum Bouldern verabredet, für mich das erste Mal. Mein Mann fing damit bereits an, als ich noch schwanger war. Mir war das logischerweise zu riskant, während der Schwangerschaft einen Sport zu machen, bei dem ich fallen könnte. Und so kletterte ich gestern das erste mal ein paar leichte Strecken. Zunächst etwas vorsichtig und ängstlich, doch irgendwann hatte ich den Dreh raus und kam höher und weiter. Es hat sehr viel Spaß gemacht und der Muskelkater ist jetzt sehr angenehm!

Anschließend fuhren wir weiter zum Essen bei Peter Pane, danach zum Spieleabend und noch einer Geburtstagsparty. Es war schon verrückt, mal wieder um 21:30 Uhr gemeinsam im Auto zu sitzen und irgendwo hin zu fahren. Generell war es sehr schön einfach etwas gemeinsam zu unternehmen, mit Freunden. Ohne Kinder. An sie gedacht hab ich trotzdem ständig. Da ich aber auch keine Nachrichten von meinen Eltern bekam schien alles gut zu laufen und ich war entspannt und genoss. Kurz nach Mitternacht fuhren wir dann nach Hause und erfreuten uns an kleinen Dingen: Licht im Flur anmachen, unter der Dusche Radio anmachen, kein Babyphonerauschen im Hintergrund. Einschlafen ohne zu wissen, dass man sowieso bald wieder geweckt wird, durchschlafen, ausschlafen!!! Aber gerade durchschlafen war so gut! Das ist so lange her! Schon in der Schwangerschaft ging das gar nicht mehr, weil immer jemand auf die Blase drückte. Es tat sehr gut.

Der Plan für heute bestand eigentlich darin, dass ich um 13 Uhr zum Sport gehen würde und wir danach die Kinder abholen würden. Änderte sich jedoch alles spontan. Nach einem Frühstück im Park in der Sonne kam die Nachricht, dass Lena leichtes Fieber hat und wir kommen könnten. Und somit ließ ich den Sport sausen (hab ja gestern genug getan) und wir machten uns auf den Weg. Ich freute mich ohnehin sehr, meine Kinder wiederzusehen. Und ja, ich vergoss sogar ein Freudentränchen, als mich Lena erblickte und breit anstrahlte.

Und so ging es vorbei: Die erste Nacht der Kinder ohne Eltern, die erste Nacht der Eltern ohne Kinder.

Und sonst so? Fast 7,5 Monate sind die beiden nun alt und es tut sich etwas. Lena robbt durch die Zimmer und fängt an alles auszuräumen. Ganz besonders gern die untere Ebene vom Couchtisch. Jonas übt ganz fleißig auf allen Vieren zu sein und bewegt sich jetzt gaaaaanz langsam auch mal vorwärts. Meistens schiebt er sich jedoch rückwärts oder dreht sich im Kreis. Immerhin gelingt es ihm  E N D L I C H  sich vom Bauch zurück auf den Rücken zu drehen!!! Und auch über die linke Seite hat er sich endlich auf den Bauch gedreht!! Es geht voran!

Der nächste Urlaub steht in den Startlöchern und ich hab noch immer die Hoffnung, dass sie bis dahin sitzen können. Es würde so viel erleichtern! Essen im Hochstuhl wäre ein Traum. Abwarten. Noch besteht Hoffnung.

# 39 // Erweiterung der Breimahlzeiten

Erst Mittag, dann Abend, dann Nachmittag, dann Vormittag und ganz zuletzt morgens. So in etwa hab ich noch im Kopf, was mir beigebracht wurde, als es um die Beikosteinführung ging.

Den Mittagsbrei haben beide sehr sehr schnell angenommen und auch sehr schnell die Flasche komplett ersetzt. Der Abendbrei folgte bald und auch der hat mittlerweile die Abendflasche ersetzt. Wir probieren uns momentan durch das ganze Getreidesortiment bei dm durch und kombinieren immer wieder mit anderen Apfelmarksorten und bisher kam bis auf Hafer alles gut an.

Der aktuelle Stand ist, dass sie die Flaschen morgens und am Vormittag gar nicht mehr so cool finden und recht wenig trinken, dadurch wieder schnell hungrig sind und das Mittagessen dann verschlingen. Nachmittags gibt es nur noch eine kleine Flasche, weil das Mittag lange anhält. Nun will ich die nächste Mahlzeit austauschen und es wäre der Nachmittgsbrei. Meine Hebamme empfiehlt hier gedünstetes Gemüse (denn denkt man mal drüber nach: in eigentlich jeder Mahlzeit gibt es Obst. Das ist so viel Obst!) und ich finde den Gedanken super. Nun stehe ich aber vor einem organisatorischen Problem: solange beide Kinder nicht sitzen können, bin ich darauf angewiesen sie zuhause in den Newbornsets zu füttern oder unterwegs auf dem Schoß. Und solange ich alleine unterwegs bin ist das eine ziemliche Zeitaufwendung. Also möchte ich das möglichst vermeiden, denn es grenzt mich doch sehr ein, wenn ich entspannt unterwegs sein möchte.

Die Lösung (auf Nachfrage bei meiner Hebamme, aber auch meine eigene Entscheidung): wir füttern als nächstes den Morgenbrei. Jedoch werde ich da ziemlich flexibel sein. Gegen 5:30 – 6:30 Uhr wachen sie meistens immer auf und ich hab dann eigentlich noch keine Lust aufzustehen. Also bekommen sie eine kleine Flasche und wir legen uns noch mal hin und meistens schlafen sie wirklich noch mal ein. Wenn wir dann mal aufstehen wird es nun Brei geben. Ich bin sehr gespannt, wie es wird!!

Für das unterwegs-Problem habe ich nun aber evtl. auch eine Lösung gefunden: Mit Quetschbeuteln zum selber befüllen. Da kommt dann püriertes gedünstetes Gemüse rein und wir können sie leichter unterwegs füttern :)

# 38 // Das Abendritual

„Kinder brauchen Rituale!“ Weiß man, kennt man. Gerade als Lehrerin ist dies ein Grundsatz, der einem das Leben stark erleichtert. Wenn Kinder wissen was passiert, weil sie es kennen, läuft alles viel einfacher. Bevor die beiden geboren waren fragte ich mich, ob ich es denn auch schaffe feste Rituale in den Tag zu integrieren. Als sie dann geboren waren passierte es von ganz alleine: immer wieder der gleiche Ablauf, wie die beiden ins Bett gebracht wurden. Wickeln, umziehen, Flasche, hinlegen, schlafen. So war das zu Anfang.

Seit einer Woche schlafen beide nun im eigenen Zimmer und der Übergang war doch etwas schwerer. Die Nächte sind kein Problem, jedoch das Einschlafen. Ein fremdes Zimmer (wobei ich schon lange vorher angefangen hab den Lebensmittelpunkt nach dort zu legen), fremde Geräusche, fremdes Licht, keine Eltern bei sich. Der Vorteil an Zwillingen: sie sind trotzdem nicht alleine. Einfach hinlegen und rausgehen war nun erst mal nicht mehr. Wir mussten nun auch die Abendroutine anpassen, da auch mit der Einführung des Abendbreis vor ein paar Wochen und nun auch dem Zähne putzen alles durcheinander kam.

Heute war der erste Abend, an dem ich beide alleine ins Bett bringen musste und ich denke, dass ich nun alles optimiert habe: im Wohnzimmer gibt es den Abendbrei (heute Dinkel mit Apfelmark Aprikose), dann wechseln wir ins Kinderzimmer, wo auf dem Boden das Stillkissen liegt. Dort lege ich beide mit dem Oberkörper rauf und gebe ihnen ihre Flaschen (heute kam ich auf die schlaue Idee die Schnabelbecher von Avent mit Saugern auszustatten). Da Lena immer schneller ist als Jonas konnte ich sie anschließend wickeln, Zähne putzen, umziehen, kurz kuscheln und ins Bett legen, alles bereits mit gedimmtem Licht und der Spieluhr an. Jonas anschließend genauso. Unsere Lichterkette machte ich dann aus (hat einen 30 (?) Minuten Timer), wodurch Lena auch sofort einschlief. Das Nachtlicht hat einen 15 Minuten Timer und das ließ ich an. Gute Nacht gesagt und raus aus dem Zimmer, Babyphone an, ab in die Küche und abwaschen. Jonas meldete sich noch ein paar mal, aber mit wenigen Beruhigungen fand auch er dann schnell in den Schlaf.

 

Es ist eine große Erleichterung, dass das nun mittlerweile recht problemlos und mit wenig Tränen klappt. Es wird!